13.08.2025
Vor vier Monaten ist Kalea, damals noch „Kitty“, bei uns eingezogen. Kennengelernt haben wir sie bei Freunden, die für die KSG Winterhude eine Pflegestelle sind. Eigentlich wollten wir keine weitere Katze, aber Kalea hat sich sofort in unser Herz geschnurrt.
Bei uns traf sie auf unsere beiden Senioren Shira und Diego (fast 13 Jahre alt). Für Kalea war es das erste Zusammenleben mit anderen Katzen und der Wechsel vom Einzelkind zur Großfamilie war nicht ganz einfach. Charakterlich passt es zwar: Sie ist für ihr Alter eher ruhig, Shira und Diego dagegen noch sehr aktiv. Aber der Altersunterschied ist natürlich nicht optimal. Anfänglich war Kalea so fasziniert von den beiden, dass sie oft etwas zu neugierig starrte und ihnen hinterherlief. Verständlich für uns, aber für die beiden Senioren zunächst mehr als gewöhnungsbedürftig.
Vor einem Monat kam dann Teris (ehemals Tiger/Simba) aus Rhodos über flying cats e. V. dazu – im gleichen Alter wie Kalea und als Spielgefährte gedacht, da wir schnell gemerkt haben, dass sie doch deutlich aktiver und mehr unterwegs ist als die anderen. Teris ist trotz Sehbehinderung sehr aktiv und sozial und bringt Kalea nun den letzten Schliff in Sachen Katzenverhalten bei. Sie spielt wilder, lässt sich von ihm putzen und beobachtet ihn bei allem neugierig. Toll zu sehen war vor allem, wie unkompliziert diese zweite Zusammenführung verlief, nachdem die drei ja ein paar Wochen zuvor gelernt haben, dass ein neuer Mitbewohner überhaupt nicht schlimm ist.
Inzwischen traut sich Kalea dank Diego auch an hohe Kletterpartien, und Shira scheint ihr großes Vorbild zu sein, sie sucht ständig ihre Nähe und möchte in den Kartons liegen, in denen Shira vorher war. Teris hat sich ebenfalls schnell eingelebt, und Shira und Diego profitieren von der jugendlichen Energie: Sie spielen wieder mehr und sind aktiver als früher.
Wir sind zwar noch mitten in der Zusammenführung, aber schon jetzt ist Kalea vom schüchternen Einzelkind zum kleinen Frechdachs geworden. Hier auf dem Dorf, mit Balkon, drei kätzischen Mitbewohnern und uns im Homeoffice, ist immer etwas los. Langweilig wird es nie:
- Sie ist die beste Fliegenfängerin weit und breit! Keine Fliege hat mehr eine Chance.
- Abends sitzt sie am liebsten auf dem Balkon und nimmt in der Dämmerung alle Gerüche auf.
- Ihre Lieblingsplätze sind das Sofa, der Schreibtisch ihrer neuen „Mama“ und der höchste Punkt des Catwalks mit perfektem Ausblick über das Dorf.
- Sie LIEBT es, aus dem Fenster zu schauen. Wir haben inzwischen alle Rollos hochgezogen, damit sie immer freie Sicht hat.
- Sie liebt ihren Baldrian-Brokkoli, ihr Knisterkissen und ausgiebige Kinnkrauler.
- Sie pflückt gerne abgestorbene Rosmarin-Äste vom Balkon, spielt damit oder präsentiert uns stolz ihre Beute
- Sie ist sehr geduldig und ruhig! Sobald es Futter gibt, laufen alle wild durcheinander. Sie sitzt ganz höflich und ruhig neben ihrem Napf, schaut freundlich und schnurrt, sobald es losgeht.